22.05.2012 / Ausland / Seite 6

Hintertür zur Intervention

Internationale Militärübungen in Jordanien. Hintergrund laut Washington Post: Schneller Einsatz bei drohendem Kontrollverlust Syriens über sein Chemiewaffenarsenal

Knut Mellenthin
In Jordanien finden seit einer Woche die größten internationalen Militärübungen seit mindestens zehn Jahren statt. Sie sollen noch bis zum 28. Mai dauern. Das internationale Medienecho ist bisher auffallend schwach. An dem Manöver »Eager Lion« sind mehr als 12000 Soldaten aus 19 Ländern beteiligt. Neben den Gastgebern und den USA sind unter anderem auch die Türkei, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Australien, Ägypten, Irak, Saudi-Arabien, Bahrain, Libanon, Pakistan und Katar vertreten. Die offizielle US-amerikanische Beschreibung der Übungen ist nichtssagend: Es gehe um »Szenarien«, die »realistische, aktuelle Sicherheitsherausforderungen abbilden« sollen. Das jordanische Regime bemüht sich, dem naheliegenden Verdacht entgegenzutreten, daß die Ansammlung von Soldaten aus so vielen Ländern etwas mit der Lage im benachbarten Syrien und den Kriegsdrohungen gegen Iran zu tun haben könnte. Der zuständige Armeechef, Generalmajor Awni Adwan, behauptete zu Beginn des Manövers, d...

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