27.04.2012 / Thema / Seite 10

Festungen und Kasematten

Marxismus. Die Zivilgesellschaft und ihr Verhältnis zum Staat – zum 75. Todestag ­Antonio Gramscis

Alberto Burgio
Am 27. April 1937 starb, gesundheitlich geschwächt durch langjährige Haft, der marxistische Philosoph Antonio ­Gramsci. Am 22. Januar 1891 geboren, wurde er 1913 Mitglied der PSI, der Sozialistischen Partei Italiens. 1921 hatte er maßgeblichen Anteil an der Gründung der Kommunistischen Partei und war ab 1922 deren Vertreter im Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale. Am 8. November 1926 wurde er verhaftet und durch ein faschistisches Sondergericht zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt. In den Kerkern von Ustice, Mailand und Turin verfaßte er seine umfangreichen »Gefängnishefte«, die bis heute als sein theoretisches Erbe gelten.

Anläßlich seines Todestages veröffentlicht jW exklusiv einen Text des italienischen Philosophen Alberto Burgio (Universität Bologna).

Noch heute wird im liberalen Sprachgebrauch der traditionelle Gegensatz zwischen dem Staat und der Zivilgesellschaft betont. Der Staat steht dabei für Macht und Unterdrückung, die Zivilgesellschaft für freie Entfaltung und Individualität. Dieses ideologische Schema entstand seit dem 16. und 17. Jahrhundert im bürgerl...
Anläßlich seines Todestages veröffentlicht jW exklusiv einen Text des italienischen Philosophen Alberto Burgio (Universität Bologna).

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