21.04.2012 / Titel / Seite 1

Kriegs-PR leckgeschlagen

Rüdiger Göbel
Mit der Meldung »Deutscher Waffenfrachter gestoppt« hat der Spiegel am vergangenen Wochenende für Schlagzeilen und reichlich Aufregung gesorgt. Mittlerweile wird immer klarer, daß es sich bei der Geschichte des Hamburger Magazins um eine Räuberpistole handelt. »Kurz vor Erreichen des syrischen Hafens Tartus ist ein deutscher Frachter mit Waffen aus Iran gestoppt worden«, heißt es im Spiegel Nr. 16. Und weiter: »Die ›Atlantic Cruiser‹ der Emdener Reederei Bockstiegel hatte vor Tagen im Hafen von Dschibuti von einem iranischen Frachter schweres Militärgerät und Munition für das syrische Regime übernommen.« Die Nachricht über die brisante Fracht sei »durch Überläufer im syrischen Apparat« bekannt und »die Reederei gewarnt« worden. Und schließlich kolportierte der Spiegel: »Die Route von Dschibuti nach Tartus ist nach Erkenntnissen von Nachrichtendienstlern für iranischen Waffennachschub nach Syrien bekannt.« Waffen vom »Irren in Teheran« (Bild) für den »Schlächter in Damask...

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