20.04.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Hintergrund: Kriegstote ­totgeschwiegen

Der von der New York Times in dieser Woche kolportierte NATO-Bericht über die aus dem Libyen-Krieg gelernten Lektionen enthält kein Wort über die Tausende an zivilen Opfern der westlichen Militärintervention. Auch darüber, daß die viel gerühmten Präzisionswaffen oft gar nicht so präzise sind, wird geschwiegen. Bisher ist die NATO trotz gegenteiliger Beweislage stur bei ihrer Behauptung geblieben, es habe während des siebenmonatigen Bombardements im vergangenen Jahr keine zivilen Opfer gegeben. Folgerichtig müßten dann z.B. die Enkelkinder von Muammar Al-Ghaddafi, die zusammen mit ihrem Vater bei einem Luftangriff auf ihr klar zu erkennendes Wohnhaus getötet worden waren, nach dem Naziprinzip der Sippenhaftung von der NATO als legitimes militärisches Ziel gesehen worden sein. Se...

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