14.04.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Kritik kann man auch lustig verpacken«

Kirchenkritiker werben für Austritt – unter anderem mit attraktiven Partys. Gespräch mit Thorsten Barnickel

Peter Wolter
Der Biologe und Bioinformatiker Thorsten Barnickel ist zweiter Vorsitzender der Regionalgruppe Mainz der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung

Seit Freitag wird in Trier wieder das angebliche Hemd von Jesus Christus ausgestellt – ein Mega-Spektakel, zu dem das Bistum Trier eine halbe Million Pilger erwartet. Zwei Wochen vorher hatten sich die Religionskritiker schon warmgelaufen: mit Kirchenaustrittspartys in diversen Städten – unter anderem in Trier selbst. Wie ist es gelaufen?

Nachdem unsere erste Party vor einem Jahr in Mainz gut ankam, haben wir das in mehreren Städten wiederholt: Trier, Mainz, Wiesbaden, Limburg, München und Mannheim. Sehr viele Menschen können mit den christlichen Moralvorstellungen nicht mehr viel anfangen – ich selbst habe mich z. B. gleich viel besser gefühlt, nachdem ich mit 16 aus der katholischen Kirche ausgetreten war.

Man setzt sich mit der Religion meist sehr ernsthaft auf dem Felde der Philosophie ...


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