31.03.2012 / Inland / Seite 5

Tausende deportiert

Bündnis von Flüchtlingsinitiativen startet Kampagne gegen Abschiebungen innerhalb der EU. BRD profitiert und schickt Betroffene in »Ersteinreiseländer« zurück

Jana Frielinghaus
Wie Frachtgut würden Flüchtlinge zwischen den EU-Ländern hin- und hergeschickt, ohne jede Rücksicht auf deren Pläne und Bedürfnisse, sagt Lothar Steiner vom »Aktionsbündnis gegen Dublin II«. Die in dem Zusammenschluß vertretenen Organisationen informierten am Freitag in Berlin über eine neue Kampagne, mit der sie gegen diese Zustände öffentlichen Druck erzeugen wollen. Medienvertreter und Bürger sollten am späten Nachmittag mit Kundgebungen an fünf deutschen Flughäfen – Hamburg, Frankfurt, München, Berlin-Tegel und Düsseldorf – auf die tausendfachen Menschenrechtsverletzungen durch die EU-Abschottungspolitik gegen Migranten aufmerksam gemacht werden.

Harald Glöde von »Borderline Europe« erhofft sich davon eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse etwa im Europäischen Parlament. Zwar seien die Aussichten gering, daß das Bündnis sein erklärtes Ziel »Dublin II kippen« tatsächlich kurzfristig erreicht, doch eine graduelle Verbesserung ...

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