08.03.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Tag der Scharfmacher

AIPAC-Treffen in Washington: Demagogische Reden republikanischer Präsidentschaftsbewerber beschließen die Konferenz der Israel-Lobby. Harter Konter von Obama

Knut Mellenthin
Die Jahreskonferenz der US-amerikanischen Pro-Israel-Lobby AIPAC, die am Sonntag mit einer Ansprache Barack Obamas begann, ist mit heftigen Angriffen gegen den Präsidenten zu Ende gegangen. Die Schlußsitzung am Dienstag morgen (Ortszeit) stand im Zeichen der Grußadressen der drei wichtigsten republikanischen Bewerber um die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November. Während die Reden von Mitt Romney und Newt Gingrich jeweils von einer Station ihrer Wahlkampftournee auf eine Bildwand übertragen wurden, hatte sich Rick Santorum persönlich nach Washington in die Konferenzhalle bemüht.

Alle drei Politiker konzentrierten sich darauf, Obama Schwäche gegenüber Iran vorzuwerfen und sich gegenseitig mit aggressiven Sprüchen zu überbieten. Der Preis ging zweifellos an Gingrich, der per Satellit verkündete: »Die rote Linie ist jetzt!« Das Publikum erhob sich begeistert zum Applaus. Vielleicht hatte nicht jeder darüber nachgedacht, was er gerade gehört hat...

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