02.03.2012 / Inland / Seite 2

»Nach 13 Jahren hat er Recht bekommen«

Diskriminierung: Kampagne gegen Sonderrechte kirchlicher Arbeitgeber gestartet. Ein Gespräch mit Ingrid Matthäus-Maier

Gitta Düperthal
Die ehemalige Richterin, FDP- und später SPD-Spitzenpolitikerin Ingrid Matthäus-Maier ist Beiratsmitglied der Giordano Bruno Stiftung Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten und die Giordano-Bruno-Stiftung haben am Mittwoch eine Kampagne gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz gestartet. Was kritisieren sie damit konkret? Bei etwa 1,2 Millionen kirchlichen Arbeitsplätzen in Deutschland werden weder die europäischen Antidiskriminierungsgesetze eingehalten, noch deutsche Grundrechte wie die Religionsfreiheit in Artikel 4 des Grundgesetzes; die Gleichbehandlung, unabhängig von der Religion in Artikel 3, und Artikel 9, das Recht auf Streik. In kirchlichen Einrichtungen gilt das Betriebsverfassungsgesetz überhaupt nicht. Dort ist nämlich der »besondere Tendenzschutz« für Religionsgemeinschaften nach Paragraph 118, Absatz 2 festgeschrieben. Die Folgen: Ein katholisches Krankenhaus kündigt einem Chefarzt, weil er als Geschiedener wieder geheiratet hat. In meinem Na...

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