01.03.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Indien stand fast still

Historischer Tag auf dem Subkontinent: Alle Gewerkschaftsverbände mobilisierten gemeinsam zum Generalstreik gegen neoliberalen Kurs der Regierung

Thomas Berger
Es war eine historische Aktion, und sie hatte mehr als Symbolwirkung: Indische Gewerkschaftsvertreter haben den eintägigen nationalen Streik am Dienstag als Erfolg gewertet. Nach Angaben der Organisatoren legten landesweit etwa 100 Millionen Beschäftigte im öffentlichen wie privaten Sektor die Arbeit nieder. Diese Zahl ist auch deshalb beachtlich, weil nur ein Teil der Arbeiter und Angestellten überhaupt gewerkschaftlich organisiert ist. Erstmals in der indischen Geschichte hatten alle elf großen Gewerkschaftsverbände gemeinsam zu einem Ausstand aufgerufen. Angehörige der beiden großen kommunistischen Gewerkschaften AITUC (All India Trade Union Congress) und CITU (Centre of Indian Trade Unions) beteiligten sich ebenso wie ihre Kollegen der mit der größten Oppositionspartei, der hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP), verbundenen BMS (Bharatiya Mazdor Sangh). Auch der Indian National Trade Union Congress (INTUC), die Gewerkschaft der die Regie...

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