23.01.2012 / Politisches Buch / Seite 15

Kriegsfreunde

Ein Sammelband über die Konstrukteure des Feindbildes »Moslems kontra Schwule« und dessen Karriere

Markus Bernhardt
Vor allem die selbstgerechten heterosexuellen Freunde imperialistischer Angriffskriege und Besatzungsregime versuchten in den vergangenen Jahren verstärkt, die teils vermeintliche, teils vorhandene Verfolgung von Frauen, Lesben, Schwulen und Transgendern in islamisch geprägten Gruppen und Ländern für ihre Kriegspropaganda zu mißbrauchen. Sie sind bereit, die bestenfalls halluzinierten »westlichen Werte« auf dem Gebiet der Homorechte den als unzivilisiert geltenden Staaten mittels Bomben aufzudrängen. Das Spektrum reicht von rechtsextremen Kleinstparteien wie »Pro Deutschland« bis zu Antifagruppen, die sich gern mit dem Label »emanzipatorisch« schmücken.

Gleichberechtigung

Diesen Kriegsfreunden dürfte es nach der Veröffentlichung des von Koray Yilmaz-Günay herausgegebenen Buches »Karriere eines konstruierten Gegensatzes: Zehn Jahre ›Muslime versus Schwule‹ – Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001« schwerer fallen, sich als Sprachro...

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