20.01.2012 / Ansichten / Seite 8

Scherbengericht

Shalom-Denunzianten als Stichwortgeber

Werner Pirker
Der Mechanismus hat sich bestens eingespielt. Die Dreigroschenjungen des Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom starten quasi aus den Parteireihen heraus eine Skandalisierungskampagne gegen Die Linke, die von den bürgerlichen Medien und Parteien umgehend aufgegriffen wird und ihren Höhepunkt in einer aktuellen Stunde des Bundestags findet. Das war im vergangenen Jahr so, als von Shalom-Leuten Teilen der Linkspartei Antisemitismus unterstellt und ein ganz im Stil eines Verfassungsschutzberichtes verfaßtes Papier gepusht wurde. Und das hat sich nun wieder so abgespielt. Shalomisten deuteten einen auch von sechs Mitgliedern der Linksfraktion im Bundestag unterzeichneten Aufruf, in dem die westlichen Kriegsvorbereitungen verurteilt werden und zur Solidarität mit den Völkern Syriens und Irans aufgerufen wird, zu einer Bekundung der »Solidarität mit den Schlächtern« um. Grund genug für die vereinigte Kriegspartei aus CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen, ein Verdammungsurte...

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