31.12.2011 / Inland / Seite 8

»Räumung verlief friedlich – zumindest, was uns angeht«

Potsdamer Polizei ging brutal gegen gewaltfreie Hausbesetzer vor. Ein Gespräch mit Peter Lotze

Gitta Düperthal
Peter Lotze (Name geändert) gehört dem »Arbeitskreis Recht auf Stadt« in Potsdam an. Er beteiligte sich am ­Montag an einer Hausbesetzung

Friedlich sei die Räumung des besetzten Hauses in der Stiftstraße am Dienstag in Potsdam verlaufen, hieß es in der lokalen Presse. So friedlich sahen die Polizisten in ihrer Kampfmontur aber gar nicht aus – wie haben Sie das erlebt?

Die Räumung verlief in der Tat friedlich – zumindest, was uns angeht. Wir hatten uns darauf geeinigt, in einem Raum im Obergeschoß mit Keksen und Schokolade zu warten, wenn die Polizei kommt. Das lief dann aber so ab: 20 bis 30 Beamte der Beweis­sicherungs- und Festnahmeeinheit Potsdam zerschlugen unten Glastüren und zertraten in den oberen Stockwerken Türen. Sie trugen Haßkappen und waren ziemlich überrascht, als sie uns so friedlich vorfanden. Sie haben uns dann ziemlich rüde einzeln aus dem Haus geführt, versucht, uns zu filmen, und unsere Personalien aufgenommen. Sie haben un...

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