14.12.2011 / Ausland / Seite 6

Humala rückt nach rechts

Peru: Proteste gegen neues Kabinett. Exmilitär Óscar Valdes als Ministerpräsident vereidigt

Anne Grit Bernhardt, Cajamarca
Nach dem Rücktritt des bisherigen Ministerpräsidenten Salomon Lerner und des halben Kabinetts am vergangenen Samstag hat Perus Präsident Ollanta Humala am Sonntag (Ortszeit) seine neue Regierungsmannschaft vorgestellt. Neuer Kabinettschef wurde der bisherige Innenminister und frühere Armeeoffizier Óscar Valdés. Dieser ist für seine rassistischen Äußerungen gegenüber der Bevölkerung des Andenhochlandes, die gegen das Goldminenprojekt von Cajamarca kämpft, bekannt geworden. Auch wird er für das Scheitern der Verhandlungen um eine friedliche Lösung des Konflikts in der Region verantwortlich gemacht.

Die Regierungsbildung wird in Peru weitgehend als Richtungswechsel verstanden. Wegen seiner linken Wahlversprechen gewählt, ist Ollanta Humala nun nach rechts gerückt und wird dafür sogar von Keiko Fujimori gelobt, der Tochter von Exdiktators Alberto Fujimori, die Humala bei der Stichwahl um die Präsidentschaft im Juli unterlegen war. Humalas bisheriger Unterstü...

Artikel-Länge: 3092 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe