03.12.2011 / Feuilleton / Seite 12

Sich kennenlernen

Kunst muß Fragen aufwerfen, die neu sind: Nachruf auf Christa Wolf

Christiana Puschak
Am Donnerstag ist die Schriftstellerin Christa Wolf im Alter von 82 Jahren nach langer Krankheit in Berlin gestorben. Viel gerühmt und oft gescholten, galt sie den einen als Staatsschriftstellerin der DDR, den anderen als Dissidentin. An ihrer Person schieden sich die Geister. Ihre Romane gehören zum Kanon der deutschen Literatur, und die Titel einiger ihrer Werke wurden zu geflügelten Wörtern. »Wohl jeder Leser, jede Leserin von Christa Wolf wird Sätze von ihr aufsagen können, die er eine Zeit seines Lebens mit sich getragen hat, Sätze, die ihn in Frage stellten, die ihn nicht zur Ruhe kommen ließen«, heißt es in der Biographie, die Peter Böthig herausgegeben hat. Mit Christa Wolf starb eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts.

Geboren wurde sie am Jahrestag der Revolution von 1848, dem 18. März 1929, in Landsberg an der Warthe als Tochter eines Kaufmanns. Die Familie erlebte dort den Faschismus und den Zweit...

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