10.11.2011 / Titel / Seite 1

Dienste in Erklärungsnot

Markus Bernhardt
Der Fall der beiden am Freitag in Eisenach tot aufgefundenen Bankräuber Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die gemeinsam mit der mittlerweile inhaftierten Beate Zschäpe an der Erschießung der aus Thüringen stammenden Polizeibeamtin Michelle Kiesewetter im April 2007 in Heilbronn beteiligt gewesen sein sollen (jW berichtete), wird zunehmend dubioser.

Vor allem die Ermittlungsbehörden selbst gehen mit widersprüchlichen Informationen an die Öffentlichkeit. Unisono beteuern sie aber, daß es zu keinerlei Zusammenarbeit zwischen den Landesverfassungsschutzämtern und Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe gekommen sei. Die drei waren Ende der 1990er Jahren beim neofaschistischen »Thüringer Heimatschutz« aktiv und hatten damals einen funktionsfähigen Sprengsatz in einem Koffer mit aufgesprühtem Hakenkreuz vor dem Jenaer Theater deponiert. Dann waren sie untergetaucht. Seit 2008 lebten sie unbehelligt in Zwickau.

Ein Sprecher des Thüringer Verfassung...

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