13.10.2011 / Ausland / Seite 7

Inszeniertes Mordkomplott

USA: Spur des vereitelten Anschlags führt nach Washington, nicht nach Teheran

Knut Mellenthin
Nach der inszenierten »Aufdeckung eines iranischen Mordkomplotts« gegen den saudi-arabischen Botschafter in Washington am Dienstag (Ortszeit) hat die US-Regierung die Lage am Mittwoch weiter verschärft. Das Außenministerium hat mit einer Reisewarnung alle US-Staatsbürger im Ausland alarmiert und zu Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. In dieser Erklärung heißt es: »Die US-Regierung schätzt ein, daß der vom Iran unterstützte Plan zur Ermordung des saudischen Botschafters darauf hindeuten könnte, daß die iranische Regierung einen aggressiveren Schwerpunkt auf terroristische Aktivitäten gegen Diplomaten gewisser Länder setzen könnte. Das schließt mögliche Angriffe in den Vereinigten Staaten ein.«

In Wirklichkeit räumen alle beteiligten US-amerikanischen Dienststellen ein, daß es keine Hinweise auf eine Verwicklung oder Mitwisserschaft der iranischen Regierung gibt. Daß alle westlichen Mainstreammedien trotzdem so tun, als wäre das Gegenteil der Fall, ...

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