29.08.2011 / Titel / Seite 1

Kein Wasser, kein Strom

Rüdiger Göbel
Die von der NATO gestützten Aufständischen in Libyen haben am Wochenende erklärt, die Hauptstadt Tripolis vollständig erobert zu haben. Unter Kontrolle haben sie offensichtlich nichts, vielmehr herrscht in der Millionenmetropole Chaos. Nach dem Einmarsch der Gegner von Staatschef Muammar Al-Ghaddafi hat die Bevölkerung mit Stromausfällen, Trinkwassermangel sowie explodierenden Lebensmittel- und Treibstoffpreisen zu kämpfen. Berichte über Exekutionen von Gefangenen reißen nicht ab. Und so verwundert es kaum: Wer kann, flieht aus der »befreiten« Stadt. Schwarzafrikanische Arbeitsmigranten, die seit Tagen von Aufständischen als »Söldner« Ghaddafis verfolgt und gelyncht werden, warten auf ihre Evakuierung.

Der Bevölkerung in Sirte droht in diesen Tagen ein ähnliches Schicksal. Die zwischen der Rebellenhochburg Bengasi und Tripolis gelegene, strategisch wichtige Küstenstadt wird von Aufständischen belagert. Stündlich wurde ab Sonntag abend mit ein...

Artikel-Länge: 3890 Zeichen

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