03.08.2011 / Antifa / Seite 15

Die Fettnapftreter

NPD kann sich in Mecklenburg-Vorpommern nicht zwischen Traditionsfaschismus und modernem Querfrontwahlkampf entscheiden

Claudia Wangerin
Klotzen statt kleckern ist die Wahlkampfdevise der NPD in Mecklenburg-Vorpommern: Wer dort in den letzten Wochen durch ländliche Gegenden fuhr, konnte sehen, wie ihre Wahlwerbung in einigen Gemeinden das Straßenbild dominierte. Vergangene Woche scheiterte die rechtsextreme Partei mit einem Antrag auf weitere Sondernutzungsrechte für das Anbringen zusätzlicher Wahlplakate in der Stadt Wolgast und der Gemeinde Löcknitz, wo sie etwa 40 Plakate mehr als genehmigt angebracht hatte.

Die aufdringliche Plakatierung wirkte aber wenig überzeugend, denn zum NPD-Wahlkampfauftakt am Wochenende in Greifswald erschienen laut Polizei nur 30 Anhänger und 170 Gegendemonstranten, die eine wütende Rede des NPD-Spitzenkandidaten Udo Pastörs in einem Pfeifkonzert untergehen ließen.

Obwohl die NPD es geschafft hat, für die Landtagswahl am 4. September in allen 36 Wahlkreisen Mecklenburg-Vorpommerns Kandidaten aufzustellen, gilt ihr Wiedereinzug in den ...

Artikel-Länge: 3894 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe