16.07.2011 / Inland / Seite 8

»Sie haben Kinder geschubst, getreten und rausgedrängt«

Berlin: Polizei ging im Rathaus Neukölln gegen Jugendliche vor, die gegen Sozialkürzungen protestierten. Ein Gespräch mit Cigir Özyurt

Gitta Düperthal
Cigir Özyurt ist Jugendsozialarbeiter in der Initiative Grenzen-Los in Berlin-­Moabit, wohnt in Neukölln und beteiligte sich an den dortigen Jugendprotesten

Bei den Protesten am Mittwoch nachmittag gegen die Kürzungen in der Jugendarbeit im Berliner »Problembezirk« Neukölln hat es Übergriffe der Polizei gegen Jugendliche, Kinder und Sozialarbeiter gegeben. Sie selber wurden auch festgenommen. Was war dort konkret los?

Hunderte Kinder und Jugendliche wollten sich gegen die Schließung ihrer Zentren und Treffpunkte wehren. Deshalb sind sie zur Ratssitzung nach Neukölln gegangen. Sie konnten nicht verstehen, daß dort über ihre Angelegenheiten beschlossen werden sollte, ohne sie anzuhören. Ein Jugendlicher wurde im Rathaus urplötzlich von zwei Zivilpolizisten angegriffen, die ihn gegen die Wand schubsten, dann auf den Boden warfen und ihm Handschellen anlegten – ohne daß es einen besonderen Anlaß gegeben hätte. Weil das Rathaus ja ein öffentlicher Ort is...

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