30.06.2011 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Verdorrte Ernten

Studien zu Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelproduktion

Tomasz Konicz
Seit Monaten hat eine Dürre weite Teile Europas im Griff. Mitte Juni erklärte die britische Regierung den Osten des – für gewöhnlich sehr niederschlagsreichen – Landes offiziell zum Dürregebiet. Die zu erwartenden Ernteeinbußen werden hier auf 25 Prozent geschätzt. In Frankreich herrscht nach dem trockensten Frühling seit 50 Jahren ein regelrechter Wassernotstand. Die Ressource wurde landesweit rationiert. In manchen Prognosen brechen die Weizenexporte von 13 Millionen Tonnen im Vorjahr auf nur noch fünf Millionen Tonnen ein. Witterungsbedingte Ernteverluste sind auch in Spanien, Belgien, Deutschland, Österreich und weiten Teilen Mittelosteuropas zu erwarten.

Handelt es sich bei dieser anhaltenden Trockenheit, die der russischen »Jahrhundertdürre« von 2010 ähnelt, um ein außergewöhnliches Wetterereignis, wie es immer mal wieder auftritt, oder findet der Klimawandel bereits statt, als dessen gesicherte Folge die wachsende Zahl extremer Wettere...

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