29.06.2011 / Ausland / Seite 2

»Mir geht es um Frieden und Gerechtigkeit«

Ein kanadischer Kommunist erklärt, warum er sich trotz seiner Erlebnisse auf der »Mavi Marmara« erneut per Schiff auf den Weg nach Palästina macht. Ein Gespräch mit Kevin Neish

Peter Wolter
Kevin Neish ist Mitglied der Kommunistischen Partei Kanadas. Wie schon 2010 nimmt er auch in diesem Jahr an der Solidaritäts-Flottille nach Palästina teil.

Es gibt sehr viele Konfliktherde auf dieser Welt. Was hat Sie als Kanadier motiviert, sich ausgerechnet für das weit entfernte Palästina zu engagieren?

Ich habe mich auch schon in anderen Ländern für Frieden und Gerechtigkeit eingesetzt – das ist es letztlich, worum es mir geht. Das tue ich selbstverständlich auch in meinem eigenen Land, ich bin schließlich aktiver Gewerkschafter. Ich war mehrere Male in Kolumbien, wo ich einen Gewerkschaftsführer im Hochsicherheitsgefängnis besucht habe. Ich habe mich auch ein wenig um seine Familie gekümmert. Außerdem habe ich an Solidaritätsaktionen in Guatemala und El Salvador teilgenommen.

Gab es einen Auslöser für Ihr Engagement für die Palästinenser?

In der Tat, den gab es. Als ich 2002 in der Westbank war, griffen die Israelis an und verfügten eine Au...



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