25.06.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Konkurrent Japan kaputt

Zerstörte Fabriken, gerissene Lieferketten, Strommangel: Nach der Katastrophe ist die drittstärkste globale Wirtschaftsmacht faktisch k. o. Vor allem BRD-Wirtschaft profitiert

Tomasz Konicz
Auch mehr als drei Monate nach der japanischen Doppelkatastrophe aus Erdbeben und atomarem Super-Gau kann von einer Entspannung rund um die verstrahlte Nuklearruine von Fukushima keine Rede sein. Im Gegenteil: Mitte Juni wurde bekannt, daß es innerhalb der Regierung in Tokio Überlegungen gibt, die Evakuierungszone von 20 Kilometern im Umkreis des Atomkraftwerks wegen der langfristigen Strahlenbelastung noch auszuweiten: »Wir werden in naher Zukunft zu einer Entscheidung kommen«, erklärte ein Regierungssprecher am 15. Juni. Zuvor sollen bereits die Einwohner einiger dicht an der Sperrzone gelegener Ortschaften zur freiwilligen Umsiedlung aufgefordert werden. Seit März wird die Region von zahlreichen Nachbeben erschüttert. Am Donnerstag registrierten Seismologen erneut Erdstöße der Stärke sechs der Richter-Skala.

Die in Fukushima freigesetzte Radioaktivität scheint auch die japanische Landwirtschaft immer stärker in Mitleidenschaft zu ziehen. I...

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