09.06.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Neue Flottille für Gaza

Ende des Monats werden 15 Schiffe versuchen, Israels Blockade mit Solidaritätsgütern zu durchbrechen. Weitere Soli-Aktion am 8. Juli

Peter Wolter
Israel steckt in der Klemme: Erst fegte die ägyptische Revolution seinen Freund Hosni Mubarak hinweg, dann einigten sich die Palästinenser-Parteien Hamas und Fatah wieder auf eine gemeinsame Regierung. Und schließlich öffneten die Ägypter den Grenzübergang Rafah zum blockierten Gazastreifen, dem größen Freiluftgefängnis der Welt.

Jetzt droht der Regierung in Tel Aviv weiteres Ungemach: Ende des Monats soll eine neue Solidaritätsflottille mit dringend benötigten Hilfsgütern von See aus die Blockade des Gazastreifens durchbrechen. Vor einem Jahr hatte ein ähnlicher Versuch böse geendet: Israelische Soldaten kaperten in internationalen Gewässern alle beteiligten Schiffe, neun Aktivisten wurden auf der »Mavi Marmara« erscahossen, zahlreiche andere verwundet. Die rund 700 Teilnehmer der Solidaritätsaktion wurden mit Kabelbindern gefesselt, nach Israel geschafft und des Landes verwiesen. Darunter waren Prominente aus aller Welt: Bundestagsabgeordne...

Artikel-Länge: 3555 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe