31.05.2011 / Thema / Seite 10

»Blutdiamanten« und Öl

Geschichte. Vor 20 Jahren unterzeichneten die Bürgerkriegsparteien in Angola ­eine Friedensvereinbarung. Doch die gewaltsamen Auseinandersetzungen waren damit nicht ­beendet

Jan Köstner
Der Konflikt war ein Produkt des Kalten Krieges: Nach der Unabhängigkeit Angolas 1975 führte die von den USA unterstützte Guerillabewegung UNITA (Nationale Union für die völlige Unabhängigkeit Angolas) einen langen und blutigen Bürgerkrieg gegen die mit der Sowjetunion verbündete Regierung der Volksbewegung zur Befreiung Angolas, MPLA (siehe jW-Thema vom 11.11.2010).

Am 31.5.1991 wurde von den angolanischen Bürgerkriegsparteien der »Akkord von Bicesse« unterzeichnet, der den seit 1975 andauernden Konflikt beenden sollte. Die Vereinbarung sah die Umwandlung Angolas in ein parlamentarisches Mehrparteiensystem und die Abhaltung freier Wahlen im September 1992 vor. Sowohl die US-Regierung als auch der Führer der UNITA, Jonas Savimbi, spekulierten auf eine Niederlage der MPLA. Als das Wahlergebnis jedoch eine Parlamentsmehrheit für diese ergab und ihr Präsidentschaftskandidat José Eduardo dos Santos die absolute Mehrheit nur knapp verfehlte, erklärte Savimbi ...

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