19.05.2011 / Inland / Seite 5

Der Feind stand links

Berliner Polizei vermutete vor Neonaziaufmarsch das größere Gewaltpotential bei den Gegendemonstranten

Claudia Wangerin
Die Berliner Polizei hat nach eigener Aussage vor dem Neonaziaufmarsch in Berlin-Kreuzberg am vergangenen Samstag nicht mit Gewalt von rechten Demonstrationsteilnehmern gegen Linke oder Migranten gerechnet, wohl aber »Versuche körperlicher Übergriffe auf ›rechte‹ Teilnehmer durch Personen der ›linken Szene‹« in Betracht gezogen. Dies geht aus einer Antwort der Pressestelle des Polizeipräsidenten auf einen Fragenkatalog von junge Welt hervor. »Gemäß der Gefahrenanalyse des LKA war ein vom Aufzug des Anmelders ausgehendes gefährdendes Ereignis eher auszuschließen«, teilte uns die Polizei mit. Ein Irrtum, denn sie mußte einräumen, von einer Gruppe Neonazis »überrannt« worden zu sein, die daraufhin friedliche Gegendemonstranten attackierte.

Die letztlich durch eine Blockade verhinderte Demonstration am 14.Mai auf dem Mehringdamm war von dem NPD-Kader Sebastian Schmidtke unter dem Motto »Wahrheit macht frei« angemeldet ...

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