05.05.2011 / Inland / Seite 4

Hebammen in Not

Internationaler Tag der Geburtshelferinnen. Demonstrationen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne in ganz Deutschland

Jana Frielinghaus
Die Bundesrepublik gehört nicht zu den Ländern, in denen es bei einer Geburt um Leben und Tod geht. Dennoch gibt es zunehmende Mängel in der Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen. Der Grund: Immer mehr Hebammen können sich etwa die Betreuung von Hausgeburten oder auch solchen in der Klinik schlicht nicht mehr leisten.

Seit mehr als einem Jahr wehren sich die Geburtshelferinnen gegen die erneute drastische Anhebung der Haftpflichtprämien im Juli 2010 einerseits und kämpfen andererseits um eine Anhebung der seit vielen Jahren stagnierenden Honorare. Ihre im Juni 2010 an den Bundestag übergebene Petition in dieser Sache wurde von weit über 100000 Menschen unterzeichnet. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte sich jedoch für nicht zuständig. Er sehe keine politische Handlungsmöglichkeit, sagte Ressortchef Philipp Rösler (FDP).

Das Resultat: Nach Angaben des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) bieten rund 15 Prozent...

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