03.05.2011 / Ausland / Seite 8

»Die Privatfirmen hatten nur den Gewinn im Auge«

Die Pariser Wasserbetriebe sind seit dem 1. Januar 2010 wieder in städtischem Besitz. Jetzt sinken die Preise. Gespräch mit Anne Le Strat

Mathias Behnis

Seit fast anderthalb Jahren ist die Pariser Wasserwirtschaft wieder in städtischem Besitz. Warum – gab es Probleme mit den privaten Betreibern?

Durchaus. Die beiden Privatfirmen, die für die Wasserversorgung rechts und links der Seine seit 1985 verantwortlich waren, hatten zunehmend nur ihr eigenes Interesse im Auge: Gewinne. Die jährlichen Renditen in stattlicher Millionenhöhe führten zu steigenden Wasserpreisen – scheinbar ungebremst. Eine öffentliche Kontrolle der Geschäftspraktiken der Unternehmen war dabei weitgehend unmöglich. Das konnte so nicht weitergehen. Wir waren der Überzeugung, es in städtischer Hand besser machen zu können.

Und wie lief die Übernahme ab?

Unsere größte Herausforderung war die knappe Zeit. Die Rekommunalisierung der Wasserwirtschaft hatten wir 2008 nach der Wiederwahl beschlossen. Ende 2009 stand das Auslaufen der Konzessionsverträge an. In anderthalb Jahren wollten wir also die privat geführten Wasserunternehmen ...

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