28.04.2011 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geldsäcke in Not

Inflation droht, Staatspleiten sind nicht ausgeschlossen und den Bankern ist nicht zu trauen. Die Reichen sitzen in der Klemme: Wohin mit den angesammelten Profiten?

Rainer Rupp
Man könnte fast Mitleid haben mit den Geldsäcken dieser Welt. Sie wissen nicht mehr wohin mit ihren zusammengerafften Dollars, Euros, Franken etc. Die sind weder in Europa sicher noch in den Vereinigten Staaten von Amerika, das in der Vergangenheit den Ruf genoß, als kapitalistischster aller Staaten bombensicher für Anleger zu sein. Nicht die Furcht vor sozialen Revolutionen treibt die »armen Reichen« dabei um, läßt sie um ihr angehäuftes Geldvermögen bangen. Diesbezüglich sind die USA und auch Europa sicher. Noch jedenfalls. Das große Dilemma der Raffkes ist, daß sie immer weniger ihren Hauptwährungen vertrauen können. Die sind nahezu permanent in der Krise, und angesichts der dunklen Gewitterwolken, die sich wieder über den internationalen Finanzmärkten zusammenbrauen, scheiden sowohl US-Dollar als auch Euro als Me­dium für langfristige werterhaltende Finanzanlagen aus.

Permanente Unsicherheit

Was also tun, damit das viele Geld nicht von der Inflation a...

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