16.04.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Trauer um Vittorio

Palästinenser und internationale Solidaritätsbewegung sind entsetzt über Mord an italienischem Friedensaktivisten

Karin Leukefeld
Dreißig Stunden hatten die Entführer den Behörden der Hamas im Gazastreifen gegeben, um ihre Forderungen zu erfüllen. Doch nur wenige Stunden, nachdem sie das Video mit Bildern ihrer geschundenen Geisel veröffentlicht hatten, wurde Vittorio Arrigoni tot aufgefunden. Zehn Jahre lang hatte sich dieser für Gerechtigkeit für die Palästinenser eingesetzt. Der italienische Aktivist der Internationalen Solidaritätsbewegung (ISM) war am Donnerstag morgen in Gaza-Stadt entführt worden. Am späten Nachmittag tauchte ein Video im Internetportal Youtube auf. Darin zu sehen: Arrigonis Augen verklebt, sein rechtes Auge von Blut verschmiert. Eine Hand zieht den Kopf des Entführten an den Haaren hoch, so daß das Gesicht in die Kamera blickt. Die »Hanija-Regierung« müsse alle »unsere Gefangenen« freilassen, so die Forderung der Entführer, die sich als »Brigade des ritterlichen Kameraden des Propheten Mohammed Bin Muslima« zu erkennen gab, von der bis dahin noch nie jemand ...

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