14.04.2011 / Titel / Seite 1

Neuer V-Mann-Skandal

Peter Wolter
Der Münchner Prozeß gegen acht angebliche Terrorhelfer wächst sich für die Sicherheitsbehörden zu einer peinlichen Blamage aus: Die zwischen 18 bis 30 Jahre alten Angeklagten sind offenbar erst von einem V-Mann des Bundesverfassungsschutzes dazu angestiftet worden, bis zum Jahre 2008 gewaltverherrlichende Videos, Audiobotschaften und Schriften von »Al-Qaida« und »Ansar al Islam« ins Internet zu stellen. Die sieben Männer und eine Frau müssen sich deswegen seit Dienstag vor dem 6.Strafsenat des Oberlandesgerichts verantworten. Einer soll zudem versucht haben, sich in Pakistan zum Terroristen ausbilden zu lassen.

Mutlu Günal, einer der beiden Verteidiger des Angeklagten Jonas T., erklärte am Mittwoch vor Gericht, ein V-Mann des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Irfan P., könne eine wichtige Rolle dabei gespielt, die in der Anklage aufgeführten Taten »angeschoben« haben. Die Bundesanwaltschaft habe dessen Rolle dem Gericht und den Verfahrensbeteiligten bew...

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