18.03.2011 / Ausland / Seite 6

Israelische Piraterie

Keine glaubwürdigen Indizien für iranischen Waffenschmuggel nach Gaza

Knut Mellenthin
Israels Piraten haben wieder zugeschlagen. Der Frachter »Victoria«, den sie am Dienstag kaperten, befand sich 320 Kilometer weit von der Küste entfernt. Schiffe in internationalen Gewässern zu stürmen sei nicht nur Israels Recht, sondern sogar seine Pflicht, erläuterte Regierungschef Benjamin Netanjahu am nächsten Tag während einer großen Propagandaschau im Hafen Aschdod, in den die »Victoria« mittlerweile dirigiert worden war.

Säuberlich am Kai aufgereiht waren die Waffen zu besichtigen, die der Frachter angeblich an Bord gehabt hatte: als Prunkstücke sechs chinesische Raketen des Typs C-704 zur Bekämpfung von Schiffen, 230 Mörsergranaten mit einer Reichweite von bis zu zehn Kilometern, 2260 Mörsergranaten für eine Reichweite von bis zu 2,5 Kilometern, und rund 70000 Schuß Munition für das unter dem Namen Kalaschnikow bekannte russische Sturmgewehr AK-47.

Die israelische Regierung behauptet, die Waffen seien aus dem Iran gekomme...

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