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09.03.2011 / Feuilleton / Seite 13

Keiner kann ihn haben

Die schwierige Musik und das Vulgäre: Der Zombiefilmer Bruce LaBruce hat in Berlin Arnold Schönberg inszeniert

Peer Schmitt
Hanns Eisler fand das Melodram »Pierrot lunaire« seines bewunderten Lehrers Arnold Schönberg »problematisch«. »Zu einer wunderbaren Kammermusik«, schrieb er 1948, immerhin 36 Jahre nach der Uraufführung des »Pierrot lunaire«, in dem Aufsatz »Gesellschaftliche Grundfragen der modernen Musik«, »werden von einer Sprechstimme Gedichte Albert Girauds, eines schwachen Nachahmers Verlaines, deklamiert. Zu diesen Gedichten, die selbst einem naiven Geschmack kaum Kunstwert vortäuschen können, verhält sich Schönbergs Musik konformierend, illustrierend, einfühlend. Die alberne Provinzdämonik Girauds wirkt durch die übertriebene sich einfühlende Vortragsart der Sprechstimme, die Schönberg rhythmisch fixiert hat und verlangt, peinlich.«

Dieses Urteil ist selbst nicht unproblematisch. In Ordnung, man hat die schwierigste Musik der Welt, und die läßt sich, scheinbar unmotiviert, ein mit dem Halbseidenen und Vulgären. Aber diese »Peinlichkeit« des spätsymbolistischen al...

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