01.03.2011 / Titel / Seite 1

Libyen droht Intervention

Karin Leukefeld, Beirut
Zwei Tage nach einem entsprechenden Beschluß des UN-Sicherheitsrats gegen Libyen haben auch die Botschafter der 27 EU-Mitgliedstaaten Sanktionen gegen das nordafrikanische Land beschlossen. Dazu gehören Reiseverbote und Kontosperrungen gegen Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi und rund 25 Vertreter seines engeren Umfelds, erläuterte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf den Brüsseler Beschluß. Außerdem sollen ein Waffen­embargo sowie ein Einfuhrverbot von Gegenständen verhängt werden, die zur Unterdrückung der Bevölkerung genutzt werden könnten. Die größten Waffenlieferer an Libyen waren in den vergangenen Jahren Rußland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Noch 2009 hatte die EU Exportlizenzen für Waffen nach Libyen im Wert von 344 Millionen Euro erteilt.

Großbritannien hat bereits Guthaben der Ghaddafi-Familie eingefroren, nach Informationen der Zeitung Telegraph soll es sich um etwa 23,4 Mi...

Artikel-Länge: 4025 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe