26.02.2011 / Ansichten / Seite 8

Revolutionswächter

Kriegsdrohungen gegen Libyen

Werner Pirker
Muammar Al-Ghaddafi scheint den Kampf um die Macht in Libyen schon verloren zu haben. In dem desolaten Zustand, den er zuletzt zur Schau stellte, ist ihm ein Befreiungsschlag nicht mehr zuzutrauen. Der westliche Medienmob, der den libyschen Oberst jahrzehntelang als »Terrorpaten« dämonisiert und ob seiner schrägen Auftritte verhöhnt hatte, aber seine 2006 vollzogene Teilkapitulation durchaus zu schätzen wußte, hat ihm zu schlechterletzt wieder einen Platz im Gruselkabinett – neben Milosevic, Saddam und Ahmadinedschad – zugewiesen.

Anders als bei den Volkserhebungen in Tunesien und Ägypten haben Brüssel und Washington im libyschen Machtkampf von Anfang an keinen Zweifel darüber gelassen, auf welche Seite sie sich stellen. Auf die Seite der gegen das Ghaddafi-Regime kämpfenden Kräfte. Obwohl die libyschen Ereignisse nie dem von den bürgerlichen Medien suggerierten Idealbild eines »friedlichen Wandels« entsprac...

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