18.02.2011 / Ausland / Seite 6

Alarmgeschrei für hohe Gäste

Für Führer jüdischer Organisationen aus USA inszeniert sich Israel als Land im Kriegszustand

Knut Mellenthin
Israel hat wieder einmal mit Militäraktionen gegen den Iran gedroht. Anlaß war ein Ereignis, von dem nicht einmal klar ist, ob es wirklich bevorstand, aber das hundertprozentig rechtmäßig und normal wäre: die Durchfahrt zweier Schiffe der iranischen Marine durch den Suez-Kanal. Ägypten ist völkerrechtlich verpflichtet, Militärschiffe aller Nationen durch den Wasserweg fahren zu lassen, sofern es sich mit den betreffenden Staaten nicht im Kriegszustand befindet. Auch israelische Kriegsschiffe haben diese kürzeste Verbindung zwischen Mittelmeer und Rotem Meer schon mehrfach benutzt.

Der rechtsextreme Außenminister Avigdor Lieberman behauptete am Mittwoch, zwei iranische Schiffe – eine Fregatte und ein Versorgungsfahrzeug – wollten den Kanal in der Nacht zum Donnerstag passieren, um nach Syrien zu gelangen. Als Adressaten seines Alarmrufs hatte der Minister sich eine hochrangige Delegation der 52 wichtigsten jüdischen Organisationen ...

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