04.02.2011 / Ausland / Seite 7

Handfeste Revolution

Millionen Ägypter kämpfen für das Ende des Systems Hosni Mubarak. Regime provoziert bürgerkriegsähnliche Zustände. Doch die Zornigen sind nicht zu stoppen

Karin Leukefeld, Kairo
Seit neun Tagen fordern die Ägypter mit nie gekannter Vehemenz das Ende des Systems Hosni Mubarak. Was mit Forderungen nach Arbeit, höheren Löhnen und mehr Bürgerrechten am 25. Januar begonnen hat, ist eine handfeste Revolution geworden. Es geht um den Sturz des korrupten Regimes und eine neue Verfassung, um Bürgerrechte und die Umverteilung des Reichtums. Mindestens zwei Millionen Menschen demonstrierten bei ihrem »Millionenmarsch« am vergangenen Dienstag landesweit ihre Entschlossenheit, am heutigen Freitag werden landesweit noch mehr Menschen auf den Straßen erwartet.

Keine Maßnahme des Mubarak-Regimes konnte die Zornigen stoppen. Nicht die Gewalt von Polizei- und Sicherheitskräften, die in den ersten Tagen 137 Menschen töteten, wie der Ägyptische Menschenrechtsverein bisher dokumentierte. UN-Organisationen gehen von mehr als 300 Toten aus. Auch die vom Geheimdienst und Innenministerium organisierte Plünderungswelle scheiterte. Sie sollte ...

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