01.02.2011 / Titel / Seite 1

Westen stützt Diktator

Arnold Schölzel
Die Massenproteste gegen Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak rufen in Deutschland, der EU und den USA kolonialistische Reflexe wach. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, entzog den Demonstranten des Nillandes sein Vertrauen und erklärte am Montag in Bild: »Wofür die Opposition in Ägypten eigentlich steht, ist derzeit völlig unklar. Es ist fraglich, ob nicht die Muslim-Bruderschaft oder andere Islamisten von den Protesten profitieren – und das Land in eine andere Richtung steuern, als wir es wünschen.« Diesem sich etwas wünschenden »Wir« fühlte sich auch der Fraktionschef der Bürgerrechts- und Kriegspartei Bündnis90/Die Grünen, Jürgen Trittin, zugehörig. Er sagte dem Boulevardblatt: »Je schneller Ägypten zu Demokratie, wirtschaftlicher Entwicklung und sauberer Regierung zurückfindet (!), umso schlechter sind die Chancen für Islamisten. Deshalb ist eine zügige Machtübergabe Mubaraks an eine neue, demokratisch g...

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