01.02.2011 / Thema / Seite 10

Aussichtslose Verhandlungen

Hintergrund. Die von Al-Dschasira veröffentlichten Protokolle dokumentieren die ­verzweifelte Situation der Palästinenser

Knut Mellenthin
Sehr viele Telefonanrufe, die ihn zum Durchhalten ermunterten, wird Ägyptens Langzeitdiktator Hosni Mubarak in den vergangenen Tagen nicht erhalten haben. Und einige dieser Anrufer werden sich vermutlich nicht den Medien anvertraut haben. Einer, von dem man genau weiß, daß er Mubarak sein Mitgefühl in der Stunde der Not ausdrückte, war der Saudi-König Abdullah: Er gab eine Notiz an die Presse. Auch Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, dessen reguläre Amtszeit schon vor zwei Jahren abgelaufen ist, ohne daß er Anstalten zur Vorbereitung der überfälligen Wahl erkennen läßt, scheute die öffentliche Freundschaftsgeste nicht. Sein Büro verbreitete am Sonnabend eine Mitteilung, daß Abbas im Gespräch mit seinem Amtskollegen »seine Solidarität mit Ägypten bekräftigt« und sich für »Sicherheit und Stabilität« ausgesprochen habe. Ob die Wünsche des Palästinensers wirklich Glück bringen, darf man allerdings bezweifeln: Auch dem tunesischen Diktator Zine El Abidine Be...

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