31.01.2011 / Ansichten / Seite 8

Waffenbrüder

Berlin und EU zu Ägypten

Arnold Schölzel
Vier Tage dauerte es seit dem ersten Höhepunkt des ägyptischen Volksaufstandes, bis der Mann im Weißen Haus und die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und Großbritannien ihre Sprache zwar noch nicht wiedergefunden hatten, aber sich räusperten. Der Druck der Demonstranten war so groß geworden, daß er in den Hauptstädten der westlichen Führungsmächte Reaktionen erzwang. Die Sprachregelungsmaschinerie der US-Administration wechselte im Lauf des Freitag vom »legitimen Anliegen« der Ägypter und gleichzeitigem Rückhalt für Hosni Mubarak zum zarten Hinweis an den Machthaber in Kairo, die Gewalt einzustellen, bis zur Auskunft des Pressesprechers von Obama, es gehe nicht darum, sich für eine Seite zu entscheiden. Der US-Präsident – befragt zur Abschaltung von Mobilfunknetzen und Internet – wollte zuerst festhalten, daß Mubarak »in vielen heiklen Fragen unser Verbündeter ist«.

Es gibt viele »heikle Fragen« in der Region zwischen Mi...

Artikel-Länge: 3143 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe