29.01.2011 / Ausland / Seite 7

»Ben Ali wartet«

Jordanien: Dauerproteste setzen König Abdullah II. und seiner korrupten Regierung zu. Demonstrationen von Gewerkschaften und Moslembruderschaft

Gloria Fernandez
Im Zuge der Proteste in der arabischen Welt, die seit zwei Wochen auch Jordanien erfaßt haben, gerät König Abdullah II. zunehmend unter Druck. Am Freitag demonstrierten erneut Tausende Menschen unter anderem in der Hauptstadt Amman, in Irbid und Karak gegen steigende Preise, Inflation und Arbeitslosigkeit. Agenturmeldungen zufolge versammelten sich allein in der Hauptstadt über 3500 Personen. Sie folgten dem Aufruf linker Gruppen, von Gewerkschaften und islamischer Zusammenschlüsse und forderten vehement den sofortigen Rücktritt von Ministerpräsident Samir Rifai.

Das geschah, obwohl der König Mitte der Woche in Reaktion auf die wachsende Unruhe im Land »Reformen« angekündigt hatte. Bei Treffen mit Politikern, Bürgerrechtsorganisationen und der Moslembruderschaft als größter oppositioneller Organisation kündigte er sowohl Maßnahmen gegen die zunehmende soziale Verelendung breiter Teile der Bevölkerung als auch gegen das »Defizit an Freiheitsre...

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