14.01.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Die fünfte Gewalt

In der Bundesrepublik hat sich eine weitverzweigte und wirkungsvolle Israel-Lobby etabliert. Über Frieden in Nahost redet sie wenig

Karin Leukefeld
Gemeinsam für Israel« war der Slogan, mit dem für einen »organisationsübergreifenden« Kongreß in Frankfurt geworben wurde, der Ende Oktober 2010 unter der Schirmherrschaft von Charlotte Knobloch, damals noch Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Yoram Ben-Zeev, Botschafter Israels in Deutschland stattfand. Israel sei nicht allein, hieß es auf der Webseite zum Kongreß, der mit einem Forderungskatalog von »über 80 Israel-solidarischen gesellschaftlichen Gruppen« endete. Über 1100 Teilnehmer hätten an dem Treffen teilgenommen, heißt es im Fazit der Organisatoren, man sei sich einig geworden, »den souveränen Staat Israel in seinem Streben nach Frieden und Sicherheit zu unterstützen«. Angesichts der »bevorstehenden Herausforderungen der nächsten Jahre« müsse man sich »dem jüdischen Staat mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln auf allen Ebenen zur Seite« stellen. Auf dem Kongreß sprachen demnach »Spitzenredner und Funktionäre« über Isra...

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