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06.01.2011 / Inland / Seite 4

Proteste gegen drohende DNA-Entnahme

20jähriger soll wegen angeblichen Böllerwurfes zur Abgabe einer DNA-Probe gezwungen werden

Markus Bernhardt
Gegen die DNA-Entnahme bei einem 20jährigen Göttinger Antifaschisten durch die örtliche Polizei formiert sich zunehmend Protest. Dem jungen linken Aktivisten wird einzig zum Vorwurf gemacht, bei einer Demonstration gegen staatliche Repression, die am 30. Januar des vergangenen Jahres in der Universitätsstadt stattfand, einen Böller in Richtung der Einsatzkräfte geworfen zu haben. Obwohl noch kein rechtskräftiges Urteil den Vorwurf bestätigt hat, beantragte die Staatsanwaltschaft, dem Antifaschisten eine DNA-Probe entnehmen zu lassen, und bedrohte den Betroffenen – sollte er die angeordnete Entnahme nicht über sich ergehen lassen – mit »Zwangsmaßnahmen«. Am Dienstag wurde bekannt, daß das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine Verfassungsbeschwerde gegen die zwangsweise Entnahme ohne Begründung abgelehnt hat.

Das unverhältnismäßige Vorgehen von Staats...

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