04.01.2011 / Schwerpunkt / Seite 3

Wegducken hilft nicht

Die Friedensbewegung und der Nahostkonflikt: Nichts ist gut in Gaza, nichts ist gut im Westjordanland

Peter Strutynski
Am Samstag, den 27. Dezember 2008, begannen die israelischen Streitkräfte einen Krieg im Gazastreifen mit verheerenden Folgen für die dort lebende Bevölkerung. Es war ein »Krieg ohne Gnade«, wie Verteidigungsminister Ehud Barak vor dem Parlament in Jerusalem verkündete. Eine der am höchsten gerüsteten Armeen der Welt machte aus dem dichtbesiedelten, von allen Seiten abgeriegelten Gazastreifen ein Trümmerfeld. Kampfflugzeuge, Panzer und Bulldozer verrichteten drei Wochen lang ihre zerstörerische Arbeit. Nach einem Bericht des britischen Fachmagazins The Lancet vom Februar 2009 sind schätzungsweise 1,5 Millionen Tonnen Sprengstoff auf Gaza abgeworfen worden, das macht pro Kopf der Bewohner eine Tonne! Ergebnis: Mehr als 1400 getötete Palästinenser, darunter etwa 300 Kinder, nahezu 6000 Verletzte. Israel gab die Zahl der eigenen Opfer mit 13 an: zehn Soldaten, von denen vier durch eigenes Feuer, und drei Zivilpersonen, die bei Raketenangriffen umkamen.
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