28.12.2010 / Ausland / Seite 7

Stürmische Monate

Rückblick 2010. Heute: Kuba. Havanna reagiert mit drastischen Reformen auf Krise. Erster Parteitag seit 1997 im April 2011

André Scheer
Von Unwettern ist Kuba im zu Ende gehenden Jahr weitgehend verschont geblieben; doch politisch waren es zwölf stürmische Monate, und weitere werden folgen. Im April kritisierte der kubanische Präsident Raúl Castro, daß die staatlichen Unternehmen um etwa eine Million Menschen überbesetzt seien. Größtes Problem seien die sogenannten »aufgeblähten Arbeitsplätze«, auf denen sich zwei oder mehr Beschäftigte die Arbeit eines einzigen teilen. Im August folgte dann die Ankündigung drastischer Maßnahmen, deren Details die Regierung mit dem Gewerkschaftsbund CTC aushandeln werde. Dieser wiederum veröffentlichte Mitte September in seiner Zeitung Trabajadores den Plan, bis März 2011 eine halbe Million Stellen im öffentlichen Dienst abzubauen. »Unser Staat kann und darf nicht weiter Unternehmen mit einer aufgeblähten Zahl von Arbeitsplätzen unterhalten«, hieß es in der vom Nationalen Sekretariat des CTC unterzeichneten Erklärung. Das »Prinzip der sozialistischen Vert...

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