24.12.2010 / Ausland / Seite 8

»Sie haben zweifellos das Recht auf Grund und Boden«

Beduinen sind in der Wüste Negev zu Hause, für Israels Regierung aber ein Störfaktor. Fortgesetzte Dorfzerstörung. Ein Gespräch mit Günter Rath

Martin Lejeune
Der Stuttgarter Friedensaktivist Günter Rath (Die Linke) besuchte im Oktober mit dem israelischen Friedensaktivisten Reuven Moskovich das gestern erneut zerstörte Beduinendorf Al-Arakib

Die Palästinensersiedlung Al-Arakib in der israelischen Negev-Wüste wurde am Donnerstag zum achten Mal seit dem 27. Juli vom Militär zerstört. Was genau ist da los?

Zum allerersten Mal wurden die Häuser in Al-Arakib am 27. Juli durch 2000 Sicherheitskräfte mit Planierraupen und Abrißbirnen zerstört. Seitdem besteht das Dorf nur noch aus Trümmern der Hütten, aus Wellblechteilen, Autoreifen, viel Holz und Resten dessen, was vielleicht mal ein Wohnhaus gewesen sein mag. Seit dieser Zeit leben die Beduinen in Zelten zwischen den Trümmern ihrer Häuser. Danach wurden ihre Zelte noch sieben weitere Male, zuletzt am Donnerstag demoliert.

Wie viele Menschen sind betroffen?

300 Araber – alle mit israelischer Staatsangehörigkeit! – leben immer noch dort und bauen ihre Hüt...

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