22.12.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Ich habe keinen Antiamerikanismus erlebt«

US-Delegation bei den Weltfestspielen solidarisierte sich mit den »Cuban Five«. Gespräch mit Jordan Farrar

Christian Selz, Pretoria
Jordan Ferrar ist Delegationsleiter der US-Amerikaner bei den Weltjugendfestspielen in Tshwane, Südafrika. Der 27jährige aus Baltimore, Maryland, ist Mitglied der Kommunistischen Jugendliga (YCL) der USA

Wie fühlt es sich an, wenn das eigene Land immer wieder als Haupttäter imperialistischer Verbrechen an den Pranger gestellt wird, wie dies auch hier bei den Weltjugendfestspielen in Südafrika der Fall war?

Für mich ist es das erste Mal, daß ich aus den USA herauskomme. Zu Hause sehe ich mich normalerweise zuerst als Kommunist, aber hier habe ich gemerkt, wie sehr ich Amerikaner und wie stolz ich auch darauf bin. Ich habe hier überhaupt keinen Antiamerikanismus erlebt. Uns werden die Sachen vorgeworfen, die wir ja auch begangen haben. Aber die Menschen beklagen sich über die Taten und nicht über unser Volk an sich. Den Irak-Krieg zum Beispiel prangere ich ja auch an.

Was waren Ihre Hauptziele bei den Weltjugendfestspielen in Südafrika?

Vor allem ging es un...

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