11.12.2010 / Ausland / Seite 2

Assange-Gegner in Beweisnot

Schwedische Zeugin verweigert sich. Auslieferung des Wikileaks-Chefs schwierig

Rainer Rupp
Mit Transparenten, Plakaten und Sprechchören demonstrierten am Freitag in mehreren australischen Städten jeweils Hunderte Unterstützer der Internetplattform Wikileaks. Sie forderten die Regierung des Landes auf, sich für die Rechte des australischen Staatsbürgers Julian Assange einzusetzen. Die Proteste richteten sich auch gegen Ministerpräsidentin Julia Gillard, die dem Wikileaks-Chef vorgeworfen hatte, mit der Veröffentlichung von US-Geheimdepeschen »in grober Weise unverantwortlich« gehandelt zu haben.

Unterdessen berichteten australische Medien, daß eine der beiden schwedischen Zeuginnen gegen Assange Skandinavien verlassen hat. Der Nachrichten-Website Crikey.com zufolge hält sich Anna Ardin, die den inzwischen in London inhaftierten 39jährigen bei der Polizei in Stockholm wegen sexuellen Fehlverhaltens am schwersten belastet hatte, im palästinensischen Westjor­danland auf, wo sie in einer christlichen Gruppe mitarbeite. Tatsächlich legen Ardins jüng...

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