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07.12.2010 / Feuilleton / Seite 13

Selbstversunken singen

Grant Hart ist wieder da und klingt noch immer wie aus der Zeit gefallen: Mit »Oeuvrevue« veröffentlicht er sein Raritätenkabinett

Martin Hiller
Mit Hüsker Dü schmuggelte Grant Hart in den Achtzigern Melodien in den Hardcore-Punk. Ihre Platten gelten als Wegbereiter dessen, was heute behelfsmäßig als Alternative Rock zusammengefaßt wird. Ohne Hüsker Dü hätte es weder die Pixies noch Nirvana gegeben. Nun hat Hüsker-Dü-Schlagzeuger Grant Hart mit »Oeuvrevue« seine eigene Raritätensammlung aus der Zeit nach Hüsker Dü herausgebracht.

Hüsker Dü hatte Grant Hart zusammen mit Bob Mould und Greg Norton 1979 in Minneapolis gegründet. Hier fanden sich zwei Plattenladenaushilfen und ein Schüler zu einer Punkband ohne Punks zusammen. Die Urbesetzungsfußnote: Der Keyboarder Charlie Pine wurde beim ersten Auftritt von der Bühne weg gefeuert. Klassisches Keyboarderschicksal im Punk. Fortan wurde als Gitarre-Schlagzeug-Bass-Triumvirat gegen die Republikaner und, naja, auch den Rest der Welt gerockt. Soweit, so rockistisch.

Was Hüsker Dü jedoch von einem bierseligen Neuaufguß von Punk als antibürgerliche Provoka...



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