27.11.2010 / Ansichten / Seite 8

Alptraum gefällig?

Freihandelszone EU-Rußland

Klaus Fischer
Rußland und die EU sollen zu einem gemeinsamen Markt zusammenwachsen, sagt Wladimir Putin. Da drängt sich die Frage auf, wer sich mehr fürchten muß – die Russen oder die Westeuropäer. Das Europa der Konzerne würde auf das Eurasien der Oligarchen stoßen. Obwohl beide den Kapitalismus anbeten, gibt es doch viel Trennendes.

Das merkt man schon an den Sprüchen in den Medien beider Seiten. Betonen die russischen die »kluge Architektur« des Putin-Planes und lassen wissen, daß Europa derzeit Rußland dringender braucht als umgekehrt, stellen westliche Meinungsbildner Vorbedingungen. So verlangt ein Kolumnist des Handelsblattes »politische Reformen hin zu mehr Demokratie und Markt«, den »Beitritt Rußlands zur Welthandelsorganisation WTO« und »die Freilassung Chodorkowskis«.

Ja, es liegt im Interesse der Herrschenden, enger zu kooperieren. Sibiriens Rohstoffe locken, die Größe des neuen Absatzmarkts ist beachtlich. Und sicherheitstechnisch wäre ein Zusammen...



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