24.11.2010 / Feuilleton / Seite 12

Wie sie ins Wasser geht

Malerisch ist nicht unbedingt ein Kompliment: »Miral«, Julian Schnabels Film über den Nahostkonflikt

Peer Schmitt
Julian Schnabel hat den Roman »Miral« seiner Lebensgefährtin, der italienisch-palästinensischen Journalistin und Schriftstellerin Rula Jebreal, verfilmt. Es geht darin um Frauenbiographien in Palästina. Der Film beginnt 1948 (Gründung Israels) und endet 1994, also nach der Unterzeichnung des Osloer Abkommens (September 1993) und vor der Ermordung Yitzhak Rabins (November 1995).

Weil bei diesem Thema alle Hirne gerne mal aussetzen, hieß es in einem passend mit »Aua« überschriebenen Artikel der Zeit, Schnabel habe einen »ganzheitlichen Film über den Nahostkonflikt« gedreht. Hat also statt des New Yorker Malerfürsten heimlich die Seele des Teilhard de Chardin Regie geführt? Rätsel regieren die Welt der Filmkritik.

»Miral« beginnt 1948 auf einer Weihnachtsparty, zu der eine von Vanessa Redgrave gespielte Figur eingeladen hat. Israels Unabhängigkeitserklärung ist kein halbes Jahr alt. Das Land befindet sich bereits im Krieg gegen eige...

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